|
Jugendfreizeit
Einbeck 2002 Im Haus des Jugendrotkreuz Einbeck / Borntal 18. - 21. Juni 2002 Pressebericht |
![]() |
Wieder einmal führte eine
Probenfreizeit die Jugend des Handharmonika-Club Remstalklang Waldhausen e.V.
am Pfingstwochenende nach Einbeck in Niedersachsen. Bereits 1999 und auch 2000 war die
historische Fachwerk- und Bierstadt Domizil der Waldhäuser Akkordeonjugend.
Entdeckt
wurde Einbeck durch die ehemalige Ausbilderin und Aktive des H.H.C. Inge Wenzel aus
Einbeck, die von 1990 bis 1995 in Waldhausen lebte und anschließend wieder in ihre Heimat
zurückgekehrt ist.
Mit Akkordeons und sämtlichen Verstärkern an Bord ging es am Pfingstsamstag in aller
Frühe los. Bei Bilderbuchwetter waren immerhin 450 km zu bewältigen. Nach 8 Stunden
Reisezeit mit ausgedehnten Pausen erreichten die Remstäler ihre zweite
Heimat. Dort bezog man dann die Zimmer im Haus des Jugendrotkreuzes Borntal zu
dessen Leitung der 2.Vorsitzende Heiko Cammerer gute Kontakte pflegt. Zur
Begrüßung wartete das Küchenteam mit Kaffee und Kuchen auf.
Für den ersten Abend hatten Kathrin Rupp und Bianca Feurstein aus dem Organisatorenteam außer einer Probe einige Spiele
vorbereitet. Zudem sorgten die vielfältigen Möglichkeiten der Anlage rund ums Haus für
Kurzweil. Abgerundet wurde das ganze durch ein Feuerwerk zum 750jährigen Stadtjubiläum,
das von der Höhenlage des Hauses gut zu sehen war.
Nach fleißiger Probenarbeit am nächsten Morgen hieß das Ziel Altstadt. Anläßlich der
Jubiläumsfeierlichkeiten fand ein großer Festumzug statt. Dort präsentierten sich die
31 Ortschaften Einbecks im ersten Teil, der mittlere Teil war einem historischen Streifzug
durch die Jahrhunderte der Stadt gewidmet und im letzten Teil stellten sich die
zahlreichen Vereine und Organisationen vor. Die Dimension dieses Umzugs war für die
Freizeitteilnehmer sehr beeindruckend.
Für den Abend war ein Grillfest geplant. Dies wurde bereits im Vorfeld organisiert, denn
wie 1999 und 2000 war die Gruppe des Schwimmsportvereins aus Springe ebenfalls zur
Freizeit in Einbeck. Man hatte dort Kontakte geknüpft, viele gemeinsame Stunden verbracht
und Freundschaften geschlossen. Riesig freute man sich über den Besuch der Gruppe
Joy & Hope aus Hannover. Dieses Flöten-Ensemble um Leiterin Bärbel
Bondesen war 2000 ebenfalls in Einbeck und hatte für dieses Jahr keinen Aufenthalt
vorgesehen. Heiko Cammerer gelang es dennoch, ein Treffen zu ermöglichen. Bereits zu
Beginn des Jahres wurden Noten ausgetauscht und einstudiert. Letztlich klappte ein Besuch
am Grillabend mit Übernachtung. Überschäumende Freude über das Wiedersehen und beim
gemeinsamen Musizieren sowie der Stolz der Verantwortlichen, eine derartige
Zusammenführung von Jugendlichen erreicht zu haben, wird bei allen in Erinnerung bleiben.
Die Früchte der in den Vorjahren geknüpften und gepflegten Kontakte konnten jetzt
reichlich geerntet werden. Ein Grundstein für weitere Treffen und darüber hinausgehende
Zusammenarbeit wurde gelegt.
Ein langer Abend mit dem H.H.C. Waldhausen, SSV Springe und Joy & Hope
sowie der ehemaligen Ausbilderin Inge Wenzel mit Ehemann fand beim Lagerfeuer einen
gemütlichen Ausklang.
Am nächsten Morgen hatte Joy & Hope noch ein Abschiedslied vorbereitet,
was zu einem sehr emotionalen Abschied führte.
Der Pfingstmontag stand ganz im Zeichen eines Ausflugs. Das Organisatorenteam um
Jugendleiterin Yvonne Zehnder hatte eine Fahrt nach Goslar vorbereitet. Die
tausendjährige Kaiserstadt am Nordrand des Naturparks Harz ist mit ihrer Altstadt und dem
ehemaligen
Erzbergwerk seit 1992 UNESCO Weltkulturerbe.
Zunächst aber besuchte man eine Schlangenfarm im nahegelegenen Schladen. Einmalig in
Europa, finden sich dort über 1000 Schlangen, Krokodile, Piranhas, Echsen, Spinnen usw.
In der besuchten Vorführung wurden Giftschlangen gezeigt und gemolken. Hier wird
Schlangengift gewonnen, was dem Menschen als Heilmittel dient.
Ein Stadtbummel durch die einzigartige Altstadt Goslars schloss sich an, bevor man das
ehemalige Erzbergwerk Rammelsberg besuchte. Die Jugendlichen konnten dort die Geschichte
des über 1000jährigen Bergbaus bestaunen. Die gebuchte Führung hinterließ einen
Eindruck über die Entwicklung und Wandlung des Bergbaus und die Arbeitsbedingungen unter
Tage. Erst 1988 wurde der Abbau eingestellt, so dass auf dem riesigen Gelände noch jede
Menge Technik zu bestaunen ist.
Am folgenden Morgen musste das Gepäck verladen und die Heimreise angetreten werden.
Zwischenstation zur Mittagszeit war die Wilhelmshöhe in Kassel und das dortige
Wahrzeichen der Stadt, das Herkules-Monument. Eine atemberaubende Anlage mit
überdimensionalen Wasserkaskaden und herrlichem Blick über die Stadt Kassel.
Nach einer reibungslosen Rückreise kamen die jungen Musiker zwar etwas erschöpft, aber
begeistert am Abend wieder in Waldhausen an.
Das Wochenende wird aufgrund der zahlreichen schönen und beeindruckenden Erlebnisse den
Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben. Das Organisationsteam wird weitergehend die
überwältigende Teilnehmerzahl und den glatten Ablauf im Gedächtnis behalten, was einen
weiteren Meilenstein in der Jugendarbeit des Vereins markiert.
Weitere Freizeitaktivitäten sind bereits geplant. Diese stehen übrigens auch Kindern und
Jugendlichen offen, die nicht im H.H.C. aktiv sind.
Bilder