Blockflöten-Workshop
"Traumflöte Didakta"
12. Juni 2004


Urkunde für 24 kleine Blockflötenbauer
Am 12. Juni 2004 trafen sich 24 Jungen und Mädchen sowie interessierte Eltern zum Blockflötenworkshop "Traumflöte Didakta" im Dorfgemeinschaftshaus Weitmars, um sich unter fachkundiger Anleitung von zwei Mitarbeiterinnen der Fuldaer Flötenbaufirma Conrad
Mollenhauer ihre "Traumflöte" selbst zu bauen.

Zunächst erklärte Silke Voss den gespannten Zuhörern, wieso die Blockflöte eigentlich Blockflöte heißt und teilte dazu Zedernholzblöcke aus, die normalerweise im Flötenkopf
sitzen. Dann konnten alle Kinder eine Flöte bewundern, die längsseits aufgeschnitten war. Hier konnte man bestaunen, wie es in einem Flötenkopf so aussieht. Dabei wurde das wichtigste Teil eine Flöte vorgestellt, das Labium, das für die Tonentstehung verantwortlich ist.
Sehr einfühlsam entlockte Silke Voss von Mollenhauer den Kindern die Fachbegriffe der Blockflötensprache wie Windkanal, Zapfen, Tonlöcher und Innenbohrung. Danach wurde der Star der Veranstaltung vorgestellt: die Traumflöte, die die Kinder sich nun aus vorgefertigten Rohlingen bauen sollten. Zunächst mußte das Unterteil von innen mit feiner Stahlwolle ausgeschliffen werden. Da dies einige Zeit dauern sollte, entführte Silke Voss die Zuhörer auf eine Reise in die Zeitgeschichte der Blockflöte und stellte verschiedene Modell aus den Zeitepochen Mittelalter, Renaissance, Barock und Moderne vor, die die Kinder auch ausprobieren durften. Danach ging es dann zur Sache: mit verschiedenen Bohrern wurden die Tonlöcher gebohrt. Das war schon eine aufregende Sache, wollte doch jeder eine perfekte Flöte mit nach Hause nehmen!
Während der Wartezeiten an der Bohrmaschine konnten die Kinder den Zapfen der Blockflöte mit Kork belegen, der dafür zuständig ist, Kopf- und Unterteil abzudichten. Nun mußte noch der Flötenkopf aus Kunststoff, herrlich glitzerblau oder glitzerrot, aus mehreren Einzelkomponenten zusammen gebaut werden. Dabei konnten die Kinder das Kernstück der Tonentstehung, den Windkanal, als Modul zusammensetzen und dann den Luftstrom spüren. Nachdem alle Teile fertig waren, wurde der Korken am Zapfen gefettet und das Holzunterteil mit Mandelöl geölt. Jedes Kind bekam dann für seine Flöte eine Behausung und ein Putz- und Pflegewerkzeug, dasBlockflötenbauermulitfunktionswerkzeug, einiges Infomaterial und eine Einladung in Blockflötenmuseum nach Fulda.
Als Abschluss wurden alle Kinder als Blockflötenbauer zertifiziert und erhielten zur Erinnerung an diesen tollen Tag eine Urkunde. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung durch unseren HHC und die Flötengruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Weitmars.

Workshop Flöte

Workshop Flöte